Bode-Museum, Museumsinsel Berlin
Generalinstandsetzung
Architekten:
Heinz Tesar Wien | Hella Rolfes Berlin

Von 1999 bis 2005 wurde das Bode-Museum heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Museumsnutzung entsprechend grundlegend instandgesetzt, saniert und restauriert. Dabei waren der denkmalgerechte Umgang mit diesem historisch wertvollen Gebäude, die Entwicklung individueller, gebäudespezifischer und substanzschonender Konzepte für die notwendige technische Aufrüstung und die behutsame bauliche Ergänzung des Gebäudes ständiger Gradmesser für die erfolgreiche Instandsetzung und Adaptierung des Hauses.

Seit November 2006 ist das Museum wieder für die Besucher geöffnet.

Ort
Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

Status
realisiert

Auftraggeber
Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Nutzer
Staatliche Museen Berlin, SMB-SPK

Architekten
Heinz Tesar, Wien | Hella Rolfes, Berlin

Preise/Anerkennungen
Contractworld.award 2008
3. Preis in der Kategorie Education / Bildung / Kultur 

Projektsteuerer
ibb, Prof. Burkhardt GmbH & Co, Berlin

Bauleitung / Objektuüberwachung
PMS, Project Consult Engineering,Atelier Christoph Fischer bis 2002

Tragwerksplanung / Statik
GSE – Ing.-GmbH Saar, Enseleit und Partner, Berlin

Lichtplanung
Ch. Keller Design AG, St. Gallen, Schweiz

TGA
pbr – Planungsbüro Rohling AG, Berlin

Brandschutz
Ingenieurbüro Preiß, Berlin

Bauphysik
Ing.-Büro Prof. Axel C. Rahn, Berlin

Akustik
Dipl.-Ing. Thomas Fütterer; Berlin

Leit- und Informationssystem
Polyform, Berlin<br />

Planung
1997 - 2005

Realisierung
2000 - 2005

Leistungsumfang
LPH. 2 - 5, §15 HOAI
 
BGF
25.280

HNF
11.081

BRI
169.000

Gesamtkosten
98,7 MIO  (ohne Teilbaumaßnahmen)

Das Bode-Museum wurde 1897 bis 1994 als Kaiser-Friedrich-Museum durch Ernst Eberhard von Ihne, den damaligen Hofarchitekten Kaiser Wilhelms ll, als reines Tageslichtmuseum gebaut. Es stellt den Kopfbau des Museumsensembles an der nordwestlichen Inselspitze auf der Museumsinsel dar. Als Teil dieser weltweit einzigartigen baulichen und kulturellen Anlage gehört es seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Herausragend ist neben der städtebaulichen Lage auch die architektonische Bedeutung des Museums. Das im Stil des Neobarock errichtete Gebäude gehört zu den bedeutensten Baudenkmälern des späten Historismus.

Als geistiger Schöpfer und Förderer des Museums gilt der heutige Namensgeber Wilhelm von Bode. Der Direktor der Skulpturen- und Gemäldesammlung und spätere Generaldirektor der königlichen Museen trug als einzigartiger Kenner der Kunstwelt maßgeblich zum Auf- und Ausbau der Berliner Sammlungsbestände bei. Sein besonderes Interesse galt den Werken der italienischen Renaissance. Mit der Errichtung des Kaiser-Friedrich-Museum fanden die weltweit einmaligen Bestände der Skulpturen- und Gemäldesammlung eine angemessene Behausung. Sie wurden dort in einem neuartigen Rahmen präsentiert. Erstmalig realisierte Bode hier ein Ausstellungskonzept, welches die Trennung der Kunstgattungen aufhob. Er schuf sogenannte Stilräume indem er jeden Raum mit Gemälden, Skulpturen, Möbeln und originalen Architekturfragmenten einer Epoche ausstattete.

Von 1999 bis 2005 wurde das Museum unter besonderer Berücksichtigung denkmalpflegerischer Anforderungen grundlegend instandgesetzt, saniert und restauriert. Durch den Einbau zeitgemäßer Technik werden die wesentlichen Anforderungen an einen modernen Museumsbetrieb erfüllt. Ein neues Treppenhaus mit Besucheraufzug erschließt zusätzliche Ausstellungsfläche auf der Erdgeschoss-/Hofebene und stellt die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude sicher. Vier der fünf Innenhöfe sind jetzt an den Besucherrundgang angebunden.

Die Realisierung eines neuen Raumes unterhalb der Kleinen Kuppel schafft die Voraussetzungen für die künftige Anbindung des Bode-Museums an die sogenannte Archäologische Promenade, die als Teil des Masterplans die unterirdische Verbindung der Museen auf der Museumsinsel vorsieht.